Brutsucht

Uecki04
Neuling
Beiträge: 1
Registriert: 11. Januar 2017, 01:24
Wohnort: Wilhelmshaven

Brutsucht

Beitrag von Uecki04 » 18. Januar 2017, 22:05

Hi liebe Kanarienfreunde,
eine kleine Frage! Ich besitze 7 Kanarienvögel; und ein Weibchen ist dabei, die legt Eier und brütet! 2 Nachkömmlinge haben wir schon bekommen, aber sobald das Eine das Nest verläßt, hat sie schon wieder neue Eier gelegt! Gut, viele verderben, bzw. sind nicht befruchtet! Nicht, dass es uns nicht gefällt, neue Junge zu bekommen (wir haben eine sehr große Voliere) aber ist es gesund, für das Tier, immer zu Legen und Brüten???? Bitte Euch mal um Eure Meinung!
LG Uecki04

Benutzeravatar
Vogelfreund
Administrator
Beiträge: 318
Registriert: 22. April 2016, 13:26
Wohnort: 52428 Jülich
Kontaktdaten:

Re: Brutsucht

Beitrag von Vogelfreund » 19. Januar 2017, 08:48

Hallo Uecki04,

willkommen im Forum. Ich habe dein Thema mal ins Kanarienforum verschoben.
Liebe Grüße sendet
Vogelfreund Patrick Enger
http://www.bird-box.de

gartenvogel
Profi
Beiträge: 136
Registriert: 23. November 2016, 11:07
Wohnort: Köln

Re: Brutsucht

Beitrag von gartenvogel » 21. Januar 2017, 00:27

Nach 2-3 Gelegen alle Nistgelegenheiten und Nistmaterial entfernen.
Nur Körnerfutter,... kein Eifutterund synthetische Vitamine, Grünzeug auf das Minimalste reduzieren.
Brutstimmung wird über das Futter ausgelöst und läßt sich deshalb auch steuern.
Gartenvogel

Benutzeravatar
Habibuss
Profi
Beiträge: 90
Registriert: 7. Oktober 2016, 13:41
Wohnort: Geltendorf
Kontaktdaten:

Re: Brutsucht

Beitrag von Habibuss » 26. Januar 2017, 22:37

Nicht ganz! Wenn ihr keine Jungen mehr wollt würde ich Plastikeier ins Nest legen und die Henne wirklich mal ausbrüten lassen, sprich das Nest so lange lassen, bis Madame die Nase voll hat. Wenn es dann nicht besser wird, gibt es die Option ihr spezielle Hormone, entweder per Spot On oder über einen eingepflanzten Chip zu geben. Der Chip sollte für ein halbes Jahr halten, muss allerdings wie geschrieben operativ eingesetzt werden. Dies ist aber nur die letzte Option und sollte nur von einem wirklich versierten vk TA durchgeführt werden.

Joschua-Floid
Profi
Beiträge: 118
Registriert: 3. Mai 2016, 23:22
Wohnort: Hannover

Re: Brutsucht

Beitrag von Joschua-Floid » 29. Januar 2017, 17:20

Habibuss!
Wenn man das liest, wird einem übel.
Der chip ist die schlechteste Lösung, da würde ich die Henne aus dem Bestand nehmen, wenn sie so fehlgeprägt ist.
Das Tier hat einen Zuchtfehler-Defekt, ich habe meine Henne welche ständig brüten wollte, aus dem Bestand genommen und an ein Ehepaar verschenkt, dort ist sie jetzt erst einmal als Einzelvogel und wird liebevoll betreut.
Das Tier, welches ständig legen. brüten und aufziehen will kann einem leid tun und dann kommen noch solche Tipps wie Chip-Implantat. Ich bin in der TiHo in Hannover fast schon Stammgast, aber so etwas würde mir im Traum nicht einfallen.
Meine Henne die ich jetzt abgegeben habe. war der Liebling meines Sohnes, welcher jetzt 11 Jahre alt ist, dem konnte ich erklären wieso seine Coco weg muss, aber auf solche Gedanken kommt hier wohl niemand.
Manchmal muss man Prioritäetn setzen, denn die Tiere haben sich nicht gegenseitig gezüchtet, das waren Menschen, welche da Gott gespielt haben, wahrscheinlich war es ein Paarungsfehler oder eine gewinnbringende Absicht stand dahinter. So etwas kann man nicht aus der Welt schaffen in dem man in einen winzigen Vogelkörper einen Chip einpflanzt. Ich fasse es nicht.
Es ist ganz traurig, auch nur ansatzweise, mit diesem Gedanken zu liebäugeln.
Das ist meine Meinung zu dem Thema, und ich würde dringend raten die Henne in eine Schonphase zu setzen.
Das werdet ihr ja wohl hinbekommen bei so viel Fachwissen.

mfG
JF

bitte unterschreiben sie unten rechts.

Benutzeravatar
stieglitz
Mitglied
Beiträge: 11
Registriert: 9. Dezember 2016, 21:45

Re: Brutsucht

Beitrag von stieglitz » 29. Januar 2017, 22:56

Zu Hormonen und Chip möchte ich mich erst gar nicht äußern...nur soviel, sollen wir den Vögeln, aufgrund unseres eigenen Unvermögens! Vögel artgerecht unter Beachtung ihrer natürlichen Bedürfnisse zu halten und zu vermehren, ihre instinktiven Verhaltensweisen vorenthalten oder beschneiden...?
Zum folgenden Beitrag eigentlich auch nicht...
Weder gibt es einen "Zuchtfehler-Defekt", noch einen Paarungsfehler und wie soll man bitte eine gewinnbringende Absicht in einzelne Hennen hineinzüchten...
Nun, wir leben in postfaktischen Zeiten...hier die Fakten:
Wie viele Gelege eine Henne macht, oder ob unendlich Eier gelegt werden, beeinflusst ausschließlich! der Halter!
Der Halter bestimmt die mehr oder weniger gehaltvolle Ernährung des Vogels und die Lichtdauer, der der Vogel ausgesetzt ist.
Diese beiden Faktoren bestimmen das Brutverhalten der von uns gehaltenen Vögel!
Nicht nur eigentlich mehr als logisch, denn je länger die Tage und je vielseitiger das Nahrungsangebot um so höher ist die Chance erfolgreiche Bruten und eine gesunde und kräftige Aufzucht der Jungvögel zu absolvieren.

Jetzt muss diese klare und einfache Erkenntnis nur noch auf die heimische Wohnzimmerhaltung übertragen werden. Natürlich muss man es auch wollen...
Eine Signatur kann man einstellen, muss man aber nicht.

Benutzeravatar
mueller
Mitglied
Beiträge: 13
Registriert: 15. Januar 2017, 14:35
Wohnort: berlin

Re: Brutsucht

Beitrag von mueller » 30. Januar 2017, 14:45

Stieglitz hat völlig recht, wenn man Kanarien entsprechend hält sollte man keine Probleme haben.
Frühjahr / Sommer ist Brutzeit, längeres Tageslicht und vielfältiges Nahrungsangebot
Spätsommer / Herbst ist Mauserzeit und nach der Mauser Ruhezeit, also keine Nester, Nistmaterial oä anbieten
das Licht im Zimmer dem Licht draussen anpassen, wenn es nicht anders geht, die Vögel abdecken,
das sie Ruhe haben.

Uecki04 du solltest die Henne dringend von den anderen trennen und alleine in einem anderen Zimmer in einen Käfig setzen,
Nest und Nistmaterial entfernen ( ausser du hast befruchtete Eier drin ).
Wenn der Vogel dauernd brütet wird sie irgendwann vor Erschöpfung von Stange fallen.

grüsse

Joschua-Floid
Profi
Beiträge: 118
Registriert: 3. Mai 2016, 23:22
Wohnort: Hannover

Re: Brutsucht

Beitrag von Joschua-Floid » 30. Januar 2017, 17:40

Der Beitrag von müller ist für die Henne, um welche es geht, sicher hiflfreich, da er tätschlich wiedergibt, wie dem Tier geholfen weden kann, bzw. könnte.
Die Bemerkung über eventuelle Stubenzucht, ist hier total übeflüssig gewesen, denn es wurde in keinem Beitrag erwähnt.
Dieses Pauschalisieren ist lästig und in keiner Weise hilfreich. Dass das Wort p o s t f a k t i s c h das Wort des Jahres ist, wissen alle Menschen die sich im IN tummeln, jedoch was haben Vögel bzw. die Haltung von diesen damit zu tun.
Ich muss ihnen widersprechen, werter Herr Stieglitz, es gibt Fehler in der Verpaarung. Zum guten Schluss, meinen Tiere sind alle im Gartenpavillon untergebracht und dennoch wagt es eine Henne, sich völlig unvorhergesehen dem Dauertrieb zu unterwerfen.
Das lag sicher an der falschen Ernährung.

JF

bitte unterschreiben sie unten rechts.

gartenvogel
Profi
Beiträge: 136
Registriert: 23. November 2016, 11:07
Wohnort: Köln

Re: Brutsucht

Beitrag von gartenvogel » 31. Januar 2017, 10:58

Habibuss hat geschrieben:Nicht ganz! Wenn ihr keine Jungen mehr wollt würde ich Plastikeier ins Nest legen und die Henne wirklich mal ausbrüten lassen, sprich das Nest so lange lassen, bis Madame die Nase voll hat.
Doch ganz!
Plastikeier mindern ja nicht das Risiko erneuter Eiablagen....also keine Nester anbieten und kein Nistmaterial..Fütterung entsprechend ändern.
Ist wirklich nicht schwierig.
Gartenvogel

Benutzeravatar
stieglitz
Mitglied
Beiträge: 11
Registriert: 9. Dezember 2016, 21:45

Re: Brutsucht

Beitrag von stieglitz » 31. Januar 2017, 12:55

Joschua-Floid hat geschrieben:Der Beitrag von müller ist für die Henne, um welche es geht, sicher hiflfreich, da er tätschlich wiedergibt, wie dem Tier geholfen weden kann, bzw. könnte.
Die Bemerkung über eventuelle Stubenzucht, ist hier total übeflüssig gewesen, denn es wurde in keinem Beitrag erwähnt.
Dieses Pauschalisieren ist lästig und in keiner Weise hilfreich. Dass das Wort p o s t f a k t i s c h das Wort des Jahres ist, wissen alle Menschen die sich im IN tummeln, jedoch was haben Vögel bzw. die Haltung von diesen damit zu tun.
Ich muss ihnen widersprechen, werter Herr Stieglitz, es gibt Fehler in der Verpaarung. Zum guten Schluss, meinen Tiere sind alle im Gartenpavillon untergebracht und dennoch wagt es eine Henne, sich völlig unvorhergesehen dem Dauertrieb zu unterwerfen.
Das lag sicher an der falschen Ernährung.

JF
Nun, eine Pauschalisierung habe ich nicht bemerkt. Ich habe die brutfördenden Faktoren genannt, die Schlüsse daraus müssen schon selbst gezogen werden. Bei so viel Fachwissen...
Vogelhaltung und Zucht kann nur funktionieren, wenn man die instinktiven Verhaltensweisen und die daraus resultierenden Bedürfnisse der jeweiligen Art kennt und die Haltung darauf ausrichtet. Das sind M.E. die Fakten. Die Postfakten sind fast ausschließlich die anthropomorphen Fehleinschätzungen, denen ein jeder von uns schon mal erlegen ist. Das diese den Bedürfnissen der Vögel entgegen stehen, sollte schlüssig sein.
Da auch die letztgenannten Fehleinschätzungen als gefährliche Halbwahrheiten durch das Netz (und nicht nur dort...) geistern, ist der Begriff postfaktisch durchaus naheliegend.

Ja, es gibt Fehler in der Verpaarung. Allerdings keine die dauerlegende Hennen produzieren.
Sondern z. B. die Verpaarung zweier A-Vögel, zweier Haubenvögel, zweier dominant weißer oder auch Fehler durch Nichtbeachtung der jeweiligen Federstruktur, was bekanntlich zu Lumps führen kann. Um nur einige zu nennen...
Eine Signatur kann man einstellen, muss man aber nicht.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast